Anmerkungen zu den bekanntesten ESV-Jugendspielern in der Zeit
In der Stadtauswahl, die es damals noch gab, spielten in der
- B-Jugend Wolfgang Ruf und Helmut Brendel,
- C-Jugend Frank Sowa und Helmut Brendel,
- D-Jugend Bruno Megner, Mathias Nothaft und Slobodan Vasic sowie
- E-Jugend Volker Geis, Bernhard Hellmann und Uwe Reuther.
Das größte Talent in der ESV-Jugend kam vom TuS Oggersheim aus der E-Jugend zum ESV. Unser unvergessener Fußballjugend-Trainer Edmund Burkhard, ebenfalls Oggersheimer wie Helmut Brendel, erkannte dessen Talent und holte ihn zum ESV unter seine „Fittiche“. Die „Schule“ hatte Folgen: Helmut wurde Stadtauswahlspieler in der D- und C-Jugend und wurde als erster ESV-Spieler in die Südwest-Auswahl berufen.
Das hatte Auswirkung insofern, dass Ernst Diehl (ehemals Spieler, sogar Spielführer des 1. FC Kaiserslautern bis 1978, danach Trainer in der Jugendabteilung und Co-Trainer bei der Profis) das Talent des hoffnungsvollen, 15jährigen Ludwigshafener Torjägers (in der Saison 1979/80 erzielte Helmut in den Punkt-, Freundschafts- und Pokalspielen 122 Tore für den ESV!) schon einige Zeit beobachtet/erkannt hatte.
Nach Ende der Saison 1979/80, in der ESV-C1-Jugend, wechselte Helmut zum 1. FCK in die B-Jugend – und das im besten Einvernehmen zwischen den beiden Clubs; den notwendigen Schulwechsel nach Kaiserslautern und das Wohnen in einer FCK-Fan-Familie organisierte übrigens der damalige 2. Vorsitzende des 1. FCK Udo Sopp. Nicht verwunderlich, dass Helmut Brendel recht bald zum Stammspieler in der B1-Jugend des 1. FCK und in der deutschen Schülernationalmannschaft wurde (z. B. fünf Tore gegen Ungarn und zwei Tore im Wembley-Stadion beim Sieg gegen England – und mit der B-Jugend wurde er Deutscher Meister). Leider endete seine hoffnungsvoll begonnene Karriere im Profi-Fußball bereits im zweiten A-Jugend-Jahr beim 1. FCK aus rein privaten Gründen; Helmut kehrte zum ESV zurück, wurde aktivisiert und spielte in der 1. Mannschaft in der B-Klasse.
DIE RHEINPFALZ berichtet in einem größeren, zweispaltigen Artikel am 28.05.1980 unter der Überschrift „Helmut Brendel zum 1. FCK“ über den bevorstehenden Vereinswechsel und in der Ausgabe vom 07.11.1980 über Helmut Brendel mit der Überschrift „Torejagd beim ESV gelernt“ und einem Foto von Helmut mit seiner Mutter Ingeburg „Inge“ Brendel beim ESV-Sportball 1980. Der ESV würdigte seine Leistungen und sagte Danke beim ESV-Sportlerball im Oktober 1980 mit der Kür zum „ESV-Sportler des Jahres“.
Helmuts Mutter ist kurz vor ihrem 93sten Geburtstag am 24. Juni 2021 verstorben. Auch der ESV wird sich an Inge gerne – und in Dankbarkeit – erinnern.