In Erinnerung an Joachim Butterbach
Joachim Butterbach und Gattin Else Butterbach
Persönliches
• geboren am 01. März 1914 in Trier.
• Konfession: katholisch,
• verheiratet: seit 1939, ein Leben lang mit Else Butterbach, feierte mit ihr noch 2004 die Diamantene Hochzeit
• Kinder: Tochter Gertrud und Sohn Hans Joachim,
• Enkelkinder: 3
• gestorben: 07. Juli 2005, im Alter von 91 Jahren.
Beruf
• Abschlussexamen als Tiefbauingenieur (Dipl. Ing.); später kam der Betriebsingenieur dazu.
• Anschl. Wehrdienst und Kriegsfront, vier Jahre Kriegsgefangenschaft in Russland.
• Ab 1950 Dienst bei der Deutschen Bundesbahn, bis 1965 als Vertreter des jeweiligen Dienststellenvorstehers der Signalmeistereien in Kaiserslautern, Koblenz, Landau und Ludwigshafen.
• Von 1965 bis 1970 Dienststellenvorsteher der Bahnmeisterei Ludwigshafen, danach Vertreter des Amtsvorstandes beim Betriebsamt Ludwigshafen und letztlich Baudezernent bei der Projektgruppe „Schnellbahntrasse Mannheim Stuttgart“.
• Tätig war Joachim Butterbach auch als Mitglied des Prüfungsausschusses für den Eisenbahn Signaldienst und nebenamtlicher Leiter der Bundesbahnschulen in Mainz und Karlsruhe.
• 1979 Pensionierung als Bundesbahn Oberrat. Nach zwei Monaten Ruhestand holte ihn die Deutsche Eisenbahn Consulting als Bauleiter an die Schnellbahntrasse zurück. Unter seiner Leitung entstand sodann die Einführung der westlichen Riedbahn in den Bahnhof Mannheim Hbf.
Sport
• Spielte selbst Fußball, betrieb Leichtathletik und erlangte das Deutsche Sportabzeichen in Bronze, Silber und Gold.
• Seit 01.09.1957 Mitgliedschaft beim ESV 1927 e. V. Ludwigshafen, in folgenden Funktionen:
• 1962 bis 1963: 2. Vorsitzender,
• 1964 bis 1971 und nochmals von 1975 bis 1978: 1. Vorsitzender,
• 1974 bis 1978: Präsident.
• In seine Amtszeit fiel in der Zeit von 1966 bis 1968, wegen dem Bau der Hochstraße B 37 mit Pylon, die dadurch notwendige Umsiedlung des Sportzentrum an der Deutschen Straße im Stadtteil West, zu der Zeit das „Schlachthofviertel“, in den Stadtteil Süd, zum heutigen Standplatz an der Oskar Vongerichten Straße, mit der Einweihung am 29./30. März 1968. Zusammen mit seiner Vorstands Mannschaft und führenden Persönlichkeiten der technischen Dienststellen in Ludwigshafen sowie der Unterstützung durch den damaligen Oberbürgermeister, Herrn Dr. Werner Ludwig, wurde das Großprojekt, dank auch wegen des großen persönlichen Einsatzes von Joachim Butterbach, gemeistert.
Ehrungen und Würdigungen
• Seit 1971: Ehrenmitglied und Ehrenvorsitzender seines ESV.
• Anlässlich eines Festaktes zum 75sten Geburtstag am 01. März 1989, erhält die von ihm erbaute Sporthalle im ESV Sportzentrum, auf Vorschlag von Rainer Winkler und Zustimmung des Vorstandes, den Namen „Joachim Butterbach Mehrzweckhalle“.
• Seit 2004: Träger des ESV Ehrenrings.
• Zusätzlich alle möglichen Ehrungen des ESV, vom Verband Deutscher Eisenbahner Sportvereine (VDES), des Sportbundes Pfalz und der Stadt Ludwigshafen.
• 23. August 1994: auf Vorschlag seines ESV, verleiht Regierungspräsident Rainer Rund, in den Räumen der Bezirksregierung Rheinhessen Pfalz in Neustadt/Wstr., Joachim Butterbach das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Die Verleihungsurkunde hatte Bundespräsident Richard von Weizäcker am 14. April 1994 in Berlin unterzeichnet.
Gesang als Völkerverständigung
• 1964 gründete Joachim Butterbach den Eisenbahner Gesangverein „Flügelrad“ (EGV) Ludwigshafen, dessen Geschicke er von Beginn an bis 1994 leitete. Der EGV hatte seine Heimat in den Räumlichkeiten des ESV; seine Mitglieder waren in der Regel auch die des ESV. Partnerschaften wurden national und international aufgebaut und unvergessliche Konzerte, zum Beispiel in Villach, Wien, Strasbourg oder Oostende gegeben. Auch vom EGV wurde Joachim Butterbach zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Mensch und Kirche
• Der sozialen Arbeit widmete sich Joachim Butterbach schon in frühen Lebensjahren. 1958 wurde er zum Beispiel verantwortlicher Lehrgangsleiter beim Thema „Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen im Beruf“. Im Jahr 1962 gründete er die „Arbeitsgemeinschaft der christlichen Eisenbahner für Deutschland“. Enge Kontakte zu den gleichen Organisationen in Frankreich, Belgien, Luxemburg, Österreich, Polen und Spanien führten auch dort zu hoher Anerkennung seiner Person. Für das großartige soziale Engagement als Christ in ehrenamtlicher Tätigkeit, zum Wohle der Eisenbahner, hat ihn die Kirche ausgezeichnet. Papst Johannes Paul II. verlieh ihm den Orden „PRO ECCLESIA ET PONTIFICE“, den Bischof Dr. Friedrich Wetter am 27. März 1979 in Speyer überreichte. In seiner Heimat Pfarrgemeinde „Maria Himmelfahrt“ in Ludwigshafen Oggersheim war Joachim Butterbach lange Jahre Vorsitzender des Pfarrgemeinderats, in seiner Amtszeit fiel auch die Renovierung der Kirche. Ab 1986 war er in der Seniorenarbeit im Heinrich Pesch Haus engagiert.
Aufgezeichnet anhand von Unterlagen aus dem ESV Archiv: Rainer Winkler